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   1.05.11 13:47
    wann gehts endlich los?
   1.05.11 19:10
    hey :3 hab eben per zuf

http://myblog.de/dante-poetry

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Tausende von Gedanken schwirren durch den Kopf. Sie aufzusammeln ist nicht einfach. Wie ein Anfänger beim Angeln. Wie ein Fahranfänger, der das erste mal rückwärts einparkt. Wie der erste Schultag. Der Tag an dem ich laufen lernte, der Tag an dem ich mein erstes Wort sprach, der Tag an dem ich das erste Mal alleine aufs Töpfchen ging. Das sind Tage an die ich mich erinnere. Ich erinnere mich aber an den Tag an dem ich meinen Führerschein bekam, oder den Tag als ich das erste Mal geblitzt wurde, einen Tag vor Ende der Probezeit der mir vier Jahre Probezeit schenkte. Ich erinnere mich an den Tag, an dem ich das erste Mal meine Schwester im Arm hielt und als sie meinen Namen das erste Mal sagte. Der Tag an dem meine Großmutter starb und ich adie Familie informierte, war ein sehr dunkler Tag. Ironischerweise schien die Sonne, aber beachtet habe ich sie nicht an diesem Februartag.


Doch an einem Novembertag, ein Tag den ich nicht so schnell vergesse, war der Tag an dem ich das erste Mal sah. Am Anfang warst du mir egal. Aus den Gründen, dass ich eingeladen war auf der Party eines Freundes. Einer deiner Schulfreunde. Und du im „Wer kennt wen“ als Beziehungsstatus „vergeben“ angegeben hast. Ich weiß nicht, wann ich dich das nächste Mal traf. Aber ich habe damals gemerkt, dass du deinen Freund über alles geliebt hast. Das du für ihn durch das Feuer gehen würdest, wenn er verlangt hätte, dass du ihm beweisen müsstest, wie sehr du ihn liebst. Das Leben hat einen Scheiß Humor, den wir nicht verstehen. Den Würfel des Lebens hast du geworfen um jedes mal die sechs zu werfen, dass du nochmal würfeln konntest. Zu deinem eigenen Nutzen, dass der Weg den du gehen wolltest nicht abrupt endet und nicht um andere zu ärgern. Dann erfuhr ich, dass ihr euch getrennt habt und es lies mich kalt.


Oft hast du meinen Kumpel besucht. Vielleicht um dich auszuheulen und ich war auch oft da. Ich habe euch beiden nie zugehört, sondern hörte Musik während ich im Internet surfte. Hin und wieder huschte etwas an meinem Ohr vorbei und selbst das flüstern übertönte den Heavy Metall der aus den Boxen hallte. Wir trafen uns oft alle zusammen und ich lernte deine beiden Schwestern kennen. Wie oft habe ich dich mit deiner jüngeren Schwester getroffen. Das dynamische Duo. Batman und Robin. Charlie Chaplin und sein Hut. Bolek und Loleg, wurdet ihr genannt. Ich hab dich immer mit deinem Vornamen genannt.


Irgendwann merkte ich, dass du mir gefällst. Ich hätte meine Augen schließen können oder blind sein, trotzdem wecktest du mein Interesse. Ich fühlte mich wohl in deiner Nähe zu sein. Aber auch unwohl, weil ich nicht wusste, was du von mir hielst. Irgendwann wusste ich es und das einzige erfreuliche an diesem Tag war, dass Manchester United in der Champions League weiter kam. Und ich schied aus dem Wettbewerb aus. Nicht einmal ein Spiel um Platz drei wurde mir gewährt. Oft wurde ich abgewimmelt und stehen gelassen am Straßenrand einer Autobahnraststätte, angekettet wie ein vakanter Hund, an der Leitplanke mit einer Leine aus Stahl. Wie viele sind schon so verendet und starben aus Einsamkeit. Aber Krypton, Supermans Hund, lies sich dadurch nicht unterkriegen. Aus dem Hund wurde ein Vogel, der sich aus der Asche erhob. Aber auch dieser Vogel hatte die Schwäche des Kryptonits. Geschwächt musste sich der Held wieder aufrappeln und du machtest es einfach.


Du hast mit mir trotz allem den Kontakt mit mir aufrecht erhalten. Ich dachte mir, ich bedeute dir etwas, wenn du diesen Weg für mich bestimmt hast, auch ohne die sechs zu würfeln. Allein deswegen habe ich dich geliebt. Ich habe versucht dich zu meinem Kryptonit zu machen, dass du mir meine Gefühle nimmst, aber leider hatte das Leben einen anderen Humor als den meinen. Ich unterdrückte alles und war gefressen von dir. Dafür hasste ich dich und liebte ich dich. Während du alles leichter gemacht hast und du unsere Freundschaft nicht aufgegeben hast, stürzte ich mich immer wieder in eine neue Schlacht und machte alles nur noch schwerer. Wenigstens den beschissenen dritten Platz wollte ich. Aber die Vorrunde stoppte meinen Weg. „Go for gold“ heißt es. Und Gold glänzt. So wie du. Silber und Bronze wollte ich nie haben. So wie Häkkinen, der damals in Spanien in Führung liegend in der letzten Runde ausfiel, wollte ich mich wenigstens fühlen. Den Sieg vor Augen und doch so fern.


Flirten... Ich hasse flirten. Nicht weil ich es nicht kann. Ich mag es nicht. Flirten bedeutet, dass man sich verstellen muss und das wäre nicht ich. Aber es macht einiges einfacher. Warum einfach wenn es kompliziert geht. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Und viele Wege führen dorthin. Aber mein Weg war wohl nicht nur steinig, sondern auch ein Labyrinth ohne Ausweg oder ohne Schatz. Diese scheiß sechs. Irgendwann hast du sie gewürfelt und ich habe es eingesehen, dass auch Superman eine Schlacht verlieren muss. Es war keine bittere Niederlage. Es war eine Niederlage. Es spielt keine Rolle was für eine. Aber dann wusste ich es, was es bedeutet eine Niederlage einzugestehen und die Fahne zu schwingen. Scheiße nur, dass ich der einzige war, der die Scheiß Fahne sah, aber jeder wusste was passiert ist. Sie wussten es, ohne das sie mich anstarrten, aber trotzdem starrten sie mich an. Sie sahen mich an, als ob ich den Turm von Babel neu bauen würde und es niemand verstehen würde, warum er gerade eingestürzt ist.


Es vergingen zwei Jahreszeiten. Ich fror und fing an mich zu wärmen. Auch Dreck hält warm. Als ich dich wiedersah, war ich nicht besonders gut gelaunt. Das liegt aber nicht daran, dass dein Neuer mit dabei war... Nein! Ich stand den halben Tag im Stau. Ich wollte nur meine Ruhe haben. Aber mich mit dir unterhalten. Wollte wissen wie es dir ergangen ist. Aber am anfang ignorierte ich dich. Als ich mit dir reden wollte, hörte ich wie die anderen über mich redeten und den Heavy Metall übertönten. Die Flucht in mein Ich erzwang ich, als du meintest, das: „Der war mal in mich verliebt!“


DER? Sehe ich aus wie ein Fremder? Bin ich etwas tot und nur ein Geist ist aufgetaucht? Bin ich im Stau stehen etwa vor langer Weile gestorben? Mein Name war dir fremd und ich erkannte, dass du nicht mehr die selbe Person warst, die ich mal liebte. Und du hast mich nicht mehr beachtet. Ein schwarzes Loch. Ich sog alles böse auf, was du indem Moment für mich hattest. Ich merkte, dass du dich gefragt hast: „Wie konnte er was für mich empfinden? Er ignoriert mich, ich bin für ihn nicht da! Er hat nichts überwunden.“


Ich überwund alles. Nur konnte ich es dir nicht sagen. Ich war nicht Clyde Barrows und du nicht meine Bonnie Parker. Und es war mir klar geworden, dass wir nicht Arm in Arm sterben werden. Aber mein Stolz, dass ich nun stärker geworden bin, lies nicht zu es dir zu sagen.


Oft dachte und denke ich immer noch an dich. Und nicht einmal meinem besten Freund sagte ich meine Gedanken. Du hast ihn nie kennengelernt. Ich glaube ich habe dich auch bei ihm nie erwähnt. Aber ich erzählte anderen Freunden von dir, die wenigstens ein Bild von dir gesehen haben. Oft sah ich mir dein Facebookprofil an, nur um zu sehen wie es dir geht, was du gemacht hast. Oder ob du an mich gedacht hast. Ich frage mich ob du mich, ob du überhaupt an mich gedacht hast. So wie ich an dich und ich mich fragen konnte wie kindisch ich war. Kindisch weil ich ich dich verloren habe und ich mich selbst ausgesetzt habe. Ein Henker stand immer hinter mir und musste mir erstmal meinen Kopf trennen um zu erkennen, wen ich verloren habe. Irgendwann wurde ich beleidigt, als ich von dir erzählt habe und was zwischen uns passiert ist. Ich verlor mehr Freunde, was nicht meine Schuld war. Aufopferungsvoll änderte ich mich. Ging Risiken ein, die kein Söldner für eine Freundschaft eingehen würde. Ich lernte neue Freunde kennen. Einen runden Griechen. Einen Klugscheißer. Einen Musikliebhaber und einen Bayernfan. Ich wollte mich wenigstens für den UEFA Cup, oder Euroligue wie sie heute heißt qualifizieren. Und der Planet ist klein, während wir darin groß werden.




Es vergingen etwa vier Jahreszeiten bevor ich dich wieder sah. Ich verlor, wohl aus Gesundheitlichen Problemen, in einem Monat etwa 10 kg an Gewicht, kam endlich raus aus der Probezeit. Fing eine Weiterbildung an. Nur wollte ich wissen, wie ich dich wieder sehe. Ich brauchte etwas um mit dir wieder zu reden. Eine neue Nummer musste her. So holte ich mir ein neues Handy, mit einer neuen Nummer. Deine war die erste die ich eingespeichert habe. Ich hab dir im Facebook meine neue Nummer geschrieben. „Falsche“ Freunde haben die Nummer nicht bekommen. Du hast dich von deinem Freund getrennt unter schockierenden Umständen und als du mir davon erzählt hast, musste ich mich bemühen mich unter Kontrolle zu halten, dass ich ihn nicht … Ich will es nicht sagen... Schön wäre es nicht geworden. Ich habe mich gefragt, wie jemand dir so etwas antun kann. Wir haben sieben Sünden und zehn Gebote. Mehr können wir nicht brechen, doch er zeigte mir, dass wir mehr brauchen als nur das.


Dann war es so weit. Der Tag war schön. Du kamst und hast gelächelt und dann hast du mich umarmt. So wie in alten Zeiten. Dieses Gefühl habe ich verdrängt und ich fragte mich warum. Als dann ein Anruf kam, dass Kino ansteht, obwohl ich mit meinem Bayernfreund was ausgemacht habe wollte ich nicht gehen, aber ihm nicht absagen. Ich wusste nicht zum wem ich beten soll, denn Gott ist nicht mein Freund. SO appelierte ich an dein Herz, denn ich wusste, dass du eines hast. Du gingst mit. Ich fuhr dich heim, dass du dich umziehst und habe gewartet. Ein Anruf! Die Bayernsau rief an! Ich wusste was passiert... Bevor ich abgenommen habe, wusste ich, dass er absagen will. Und so war es! Ich konnte ihm nicht erklären warum er kommen sollte, denn hinten war ein Bekannter, guter Freund oder was auch immer er ist im Auto, den ich noch heim fuhr, der in diesem Moment ein Spion war und alles mithörte. Ich werde dem Bayernfan ewig dankbar sein, dass er mitkam. Ich wollte den Tag nicht larifari auslaufen lassen oder es wie einen B-Movie wirken lassen. Was sollte ich sagen?


Hey, der Idiot hat abgesagt... Gehen wir ins Kino? Nur wir zwei????“


Nein, das bin nicht ich. Ich will dich nicht wieder verlieren, wie Indiana Jones die Bundeslade.


Auf seine Frage, wie wir wieder in Kontakt traten, hast du lächelnd geantwortet: „Vielleicht weil ich wieder single bin?“


Dein Lächeln hat mir schon immer gefallen. Das weißt du. Aber die Frage habe ich überhört. Diesen Humor des Lebens, müssen wir auch nicht verstehen, warum das eine zum anderen führte.


Vielleicht fühlte ich mich an diesem Tag wie neugeboren und lernte reden.


Manchmal muss auch Superman noch viel lernen und erwachsen und reifer werden.


Fakt ist, schön das du wieder da bist. Ich werde nicht wieder gehen. Bleib auch du.




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